Spazierengehen und winken als Weihnachtswunder?

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Alle Jahre wieder

Mit großen Schritten nähern wir uns dem Jahresendspurt und viele überrollt der Stress schon, bevor die Ziellinie überhaupt erreicht ist. Jedes Jahr beschleicht uns der Wunsch nach einer besinnlichen Weihnacht, nach Tagen voller Adventszauber und Harmonie. Es ist eine Zeit, in der wir uns alle Jahre wieder vornehmen, alles richtig zu machen, diese besondere Zeit für uns zu gestalten. Der Druck ist hoch, auch ganz ohne all die Termine, ohne die Lärmflut, die blinkenden Lichter, dem Gedränge am Glühweinstand und die sich ständig um das beste Weihnachtsgeschenk und das festlichste Menü kreisenden Gedanken.


Wenn das Nervensystem überreagiert

All das kann schnell überwältigend werden und die ersehnte Gemütlichkeit der Vorweihnachtszeit ins Wanken bringen. Im Dezember sehnen wir uns nach Ruhe wie vielleicht nie zuvor im ganzen Jahr. Doch gerade in diesem Monat, der von Lautstärke und Druck geprägt ist, scheinen Ruhe und Besinnlichkeit oft unerreichbar. Der Termindruck von außen gepaart mit dem Perfektionsdruck im Inneren führt über kurz oder lang zu einem Zustand, in dem unser Nervensystem nicht mehr hinterher kommt. Insbesondere feinsensitive Menschen, die den vielen Reizen weniger Filter entgegenzusetzen haben, empfinden in dieser Zeit besonders starken Stress. Oft fehlt das Bewusstsein, diese Überlastung zu erkennen – stattdessen sind wir darauf eingestellt, einfach weiterzumachen, in der Hoffnung, dass der 24. Dezember bald da ist.


Walking in a Winter Wonderland

ist der 24. Dezember dann überstanden, treffen sich unzählige Menschen zu einem besinnlichen Weihnachtsspaziergang. Es ist kaum zu übersehen, dass an keinem anderen Tag so viele Menschen die frische Luft genießen - als würden wir alle dem Druck endlich Luft machen wollen. Ist das nur ein Versuch, der “Völlerei” entgegenzuwirken, oder steckt hinter diesem Bedürfnis nach Bewegung vielleicht doch viel mehr? Kann es sogar sein, dass wir doch noch Zugang zu unseren körperlichen Bedürfnissen haben, die uns gesund halten?

Gehen als die natürlichste Form der bilateralen Stimulation

Während der Feiertage, die von Familientraditionen und gegenseitiger Geselligkeit geprägt sind, treffen viele Systeme aufeinander - jedes System mit seinen ganz eigenen Erfahrungen, Wünschen, Vorstellungen und - Verletzungen. Da kann es schon mal dazu kommen, dass es zu Konflikten kommt. Der Stress und Druck der Adventstage tun ihr Übriges. Hinter dem Spaziergang im Freien, der oft als flüchtiger Moment der Ruhe wahrgenommen wird, steckt meiner Meinung nach tatsächlich viel mehr als im ersten Moment ersichtlich: Fördert doch Gehen auf körperlicher Ebene die Verarbeitung von Gefühlen und ermöglicht es so, die Geschehnisse und eventuellen Verletzungen aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Während des Gehens aktivieren wir beide Gehirnhälften, was beruhigend wirkt, uns dabei hilft, Stress abzubauen und Belastungen zu verarbeiten. Der Körper bekommt durch das gehen quasi die Chance, das Durcheinander im Inneren zu ordnen, so dass es keine langfristigen Probleme verursacht.

Die natürlichste Medizin direkt vor der Haustür

Es ist alles da, was wir brauchen - wenn wir es denn nutzen. Der im Alltag immer stärker werdende Bewegungsmangel ist ein Themenkomplex, der nicht nur Erwachsene, sondern auch unsere Kinder betrifft. In Deutschland zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung in Bezug auf die psychische Gesundheit – nicht nur Erwachsene, auch immer mehr Kinder sind nicht nur physisch, sondern auch psychisch belastet, oft im Zusammenhang mit einem Mangel an Bewegung, der durch die Nutzung von digitalen Medien bedingt ist. Wie sollen unsere Körper die vielen Geschehnisse und Einflüsse des Tages verarbeiten, wenn ihnen die natürlichste Strategie hierfür genommen wird? Vielleicht ist gerade die Weihnachtszeit die perfekte Zeit, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen und vielleicht sogar einen Richtungswechsel einzuschlagen. Wir sind Vorbild, wir machen es vor - oder auch nicht. Erinnern wir uns als Erwachsene wieder daran, regelmäßige Bewegung zu integrieren und zeitgleich digitale Medien zu reduzieren oder sogar - tageweise zu eliminieren, haben wir die Chance, wirklich zu spüren, was es mit unserem eigenen und mit den Systemen unserer Kinder macht - nicht zu vergessen mit dem gesamten Familiensystem.


Bilaterale Stimulation als Alltagstool

Bilaterale Stimulation kann im Alltag ein kraftvolles Werkzeug sein, das Nervensystem zu regulieren und für psychische so wie physische Gesundheit zu sorgen. Durch einfache Methoden wie regelmäßige Spaziergänge oder die Wechselatmung kann das Nervensystem belastende Situationen verarbeiten und regulieren. So schaffen wir den Raum, um uns mit unseren Emotionen auseinanderzusetzen und sie loszulassen. Auch beim Lernen unterstützt bilaterale akustische Stimulation übrigens durch entsprechende Musik mit wechselseitigen Tönen. Ausprobieren lohnt sich.


Bilaterale Stimulation im Coaching

Im Coaching kann bilaterale Stimulation Menschen wirksam dabei unterstützen, ihre Entwicklung körperlich, mental oder emotional voranzutreiben. Sie hilft, Blockaden und Glaubenssätze aufzulösen so wie destruktiven Gewohnheiten etwas entgegen zu setzen, was oft mit Worten und einem starken Mindest allein nicht möglich ist. Bilaterale Musik oder auch taktile oder visuelle bilaterale Stimulation wirken genau dort, wo die alten Widerstände sitzen - im Gehirn und im Nervensystem. Im Coaching öffnet die bilaterale Stimulation der Gehirnhälften die Türen zu innerer Freiheit für Menschen, die grundsätzlich stabil und gesund sind.


Bilaterale Stimulation in der Therapie

Im therapeutischen Kontext wird bilaterale Stimulation besonders für Menschen eingesetzt, die unter starken Belastungen oder Traumata leiden. Sie ermöglicht es, Wunden zu schließen und belastende Erlebnisse in einem sicheren klaren Rahmen neu zu verarbeiten. Zu den wirkungsvollen Tools im Coaching so wie in der Therapie zählen akustische oder taktile Stimulation sowie die Stimulation über die Bewegung der Augen.


Fazit

Ob im Alltag, im Coaching oder in der Therapie: Bilaterale Stimulation ist eine sehr wertvolle Methode, die - wie alle Methoden jedoch nur dann wirken kann, wenn sie aktiv angewendet wird. Es hängt alles vom Menschen ab, der diese Methode für sich selbst nutzt oder den Prozess sicher und ressourcenorientiert im Coaching- oder Therapiekontext begleitet.


3 Tipps für fröhliche und entspannte Weihnachten

Wenn wir über Weihnachtsgeschenke sprechen, denken wir oft an materielle Dinge. Doch das Wertvollste, das wir uns selbst und unseren Kindern schenken können, lässt sich nicht einpacken: unsere Zeit, unsere liebevolle Präsenz und die Bereitschaft, sich selbst und den anderen wirklich zu verstehen. Nehmen wir uns also immer wieder Zeit, uns selbst zu reflektieren und unserem Gegenüber wirklich zuzuhören - nicht um zu antworten, sondern um zu verstehen und vor allem, um die Grundlage für echte Verbindung zu ermöglichen.


Wie wäre es dieses Jahr mit einem dieser 3 Geschenke - oder sogar allen dreien?


  • Ein Weihnachten, an dem ihr bewusst mehr Rückzugsmomente - insbesondere von den digitalen Medien einplant.


  • Kleine Rituale mit bilateraler Stimulation - akustisch, taktil oder visuell nach anspruchsvollen Situationen, die den Verarbeitungsprozess im Körper unterstützen.


  • Die Entscheidung für ein Coaching oder eine Therapie, die bilaterale Stimulation als Tool nutzen als Startschuss in ein freieres und unbelasteteres 2026.


Die Effekte können nachhaltig und langfristig sein, weit über die Adventszeit hinaus und zu mehr Energie, Verbindung und Lebensfreude im alltäglichen Leben führen. Vielleicht wird aus dem bewussten Weihnachten in Verbindung dann ein ganzes Wochenende, sogar ein Monat oder auch noch zwei, drei oder mehr hinterher? Wie wäre es beispielsweise, wenn in jedem Urlaub die Handys zu Hause blieben und die Wanderschuhe dafür eingepackt würden? Eventuell bleiben auch bilaterale Weihnachts-Rituale für den Morgen, die Mittagspause oder den Feierabend? Oder die Auflösung des ersten Glaubenssatz wird der Startschuss für ein richtiges Entrümpeln im Inneren?


All das werden wir nur erfahren, wenn wir es machen. Wenn du spürst: „Ja, das spricht mich an, das macht Sinn. Ich möchte mehr darüber erfahren, wie ich meinen Körper auf einer nervensystemischen Ebene nachhaltig unterstützen kann.“, lade ich dich von Herzen ein, mich zu kontaktieren. Ob erste konkreten Umsetzungs-Tips oder die Aussicht auf einen längeren gemeinsamen Prozess, ich bin hier für dich.


Und jetzt wünsche ich dir von Herzen dein persönliches Weihnachtswunder.

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Ich bin Tina Möller.

Reflexintergrations- & Dipl. Bewegungstrainerin, Mental- & EMDR-Coach, Reiki Therapeutin 3. Grad, Yin Yoga & Kinderyoga Lehrerin

Ich helfe kleinen wie großen Systemen, sich von störenden Faktoren zu befreien um sich frei entfalten zu können. Außerdem unterstützte ich Mütter dabei, sich selbst und ihre Kinder selbstbewusst und resilient durch das wilde Auf und Ab des Familienlebens zu manövrieren.


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