Wie reguliere ich mein Nervensystem: Ein Must Do für erfolgreiche Frauen

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In einer Welt, die dauerhaft voller Anforderungen und Druck durch äußere Gegebenheiten, aber auch durch innere Programmierungen ist, fällt es vielen erfolgreichen Frauen schwerer, in ihrer Mitte zu bleiben. Wir jonglieren zwischen Beruf, Familie und persönlichen Verpflichtungen, während der Stress oft überhandnimmt. Zunehmend bleibt am Ende des Tages das Gefühl, mindestens einen dieser Bälle - Beruf, Familie, Gesundheit, persönliche Bedürfnisse irgendwo verloren zu haben. Ihn wieder ins Spiel zu holen, würde bedeuten, einen anderen Ball zumindest temporär fallen lassen zu müssen. Doch jede Entscheidung für oder gegen einen Ball - einen Lebensbereich, der nach Verwirklichung ruft, hat Konsequenzen für die anderen. Es sind zu viele Bälle.


Oder ist das Streben nach den 100 % vielleicht zu viel, das wir in uns tragen? „Du kannst alles haben.“ schreit es an jeder Ecke, aber muss das sein? Was, wenn ein wenig Bewusstsein für Lebensphasen reicht, um bewusste Entscheidungen treffen zu können? Wäre allein das nicht schon eine gute Voraussetzung, wieder mehr in die eigene Mitte zu finden? In diesem Artikel teile ich sechs praktische Schritte, die dir helfen, dich wieder mit dir selbst verbinden zu können. Denn auf dem Weg zu einem Nervensystem, das reguliert ist, so dass du überhaupt in der Lage bist, dich mit deinen Bedürfnissen wieder zu spüren hilft es leider nicht, es „nur mehr zu wollen“.

Schritt 1: Bewusstsein schaffen - wissen und jetzt sein

Der erste Schritt zur Regulierung des Nervensystems ist dein BewusstseinErkenne, wo du gerade stehst und wie du dich damit fühlst. Höre auf die Signale deines Körpers und nimm wahr, was er dir mitteilen möchte. Hier sind zwei Tipps, die du sicher schon kennst, aber vielleicht noch nicht einige Wochen lang täglich umgesetzt hast. Dabei sind sie einfach umzusetzen und wirken:


  • Atme bewusst: Wenn du nicht gerade im Straßenverkehr unterwegs bist, schließe die Augen und atme tief ein und aus. Konzentriere dich einige Momente ausschließlich auf deinen Atem und stelle fest, wie er sich anfühlt. Ist er schnell oder langsam? Flach oder tief? Wo in deinem Körper kommt er an? 


  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch: Notiere dir jeden Abend drei Dinge, für die du dankbar bist. Diese einfache Übung hilft dir, dich auf das Jetzt zu konzentrieren und deine Gedanken zu fokussieren. 


Schritt 2: Verbindung zu den körperlichen Empfindungen herstellen

Der nächste Schritt ist, eine Verbindung zu dir selbst herzustellen. Viele Frauen verlieren den Kontakt zu ihrem Körper und seinen Signalen, insbesondere in stressigen Zeiten. Um diese wieder herzustellen, kannst du Folgendes ausprobieren:


  • Körper-Scan: Lege dich bequem hin oder setze dich hin. Schließe die Augen und bewege deine Aufmerksamkeit langsam durch deinen Körper. Von den Zehen bis zum Kopf – nimm alle Empfindungen wahr, ohne sie zu bewerten. 


  • Bewegung: Übrigens ein großartiger Start in den Tag: Tanze oder bewege dich zu deinem Lieblingslied durch. Yoga, Walking, Seilspringen, ganz egal, was es für dich sein wird, mach es und habe Spaß dabei. Wenn du keinen Spaß an Bewegung hast, probiere etwas anderes. Dein Körper wird es dir danken.


Schritt 3: Verbindung zu anderen zulassen - sich selbst und andere spüren

Das Zulassen von Verbindungen zu anderen setzt die Verbindung zu dir selbst voraus und ist entscheidend für dein emotionales Wohlbefinden. Nur mit einem regulierten Nervensystem können wir gleichzeitig uns selbst und andere mit allen Bedürfnissen wahrnehmen. Wir brauchen echte Verbindungen. Hier sind einige Ideen, wie du lernen kannst, dich wieder einzulassen:


  • Aktives Zuhören: Nimm dir Zeit für tiefere Gespräche mit Freunden oder der Familie. Höre nicht nur zu, um zu antworten, sondern, um wirklich zu verstehen und zu spüren, was den anderen bewegt. Zeige echtes Interesse an deinen eigenen Gefühlen und Gedanken und die der Menschen - und Tiere, mit denen du im Kontakt bist. Und wenn es dich nicht aufrichtig interessiert, lass Verbindungen los, die sich nicht stimmig anfühlen.


  • Berührung: Lasse dich berühren und berühre dich selbst - nicht nur körperlich, auch emotional. Babys, die nicht berührt werden, sterben. Körperlichkeit ist eins unserer Lebenselixiere und ein sehr kraftvolles Tool zur Regulierung des Nervensystems. Umarme. Überrasche. Schenke ein Lächeln oder ein nettes Wort - oder beides. Fange an, wieder zu berühren und dich berühren zu lassen.


Schritt 4: Regeneration der Stressphysiologie und der Stressorgane

Die Regeneration der Stressorgane ist fundamental. Nieren, Nebennieren und die Atmung spielen dabei eine zentrale Rolle. Du kannst den Prozess der Erholung deines gesamten Systems aktiv unterstützen:


  • Hydration: Trinke viel Wasser. Dehydrierung kann Stress verstärken. Füge deinem Wasser Zitrone, Gurke oder Minze hinzu, um Abwechslung hinein zu bringen, wenn du magst.


  • Atemübungen: Atme tief in deinen Bauch hinein. Durch die Bewegung deines Zwerchfells massierst du automatisch deine inneren Organe, was die Regeneration unterstützt. Gleichzeitig beruhigt sich das Nervensystem und du kannst Stresssymptome reduzieren.


Schritt 5: Neue neuronale Verbindungen schaffen

Um dein Nervensystem nachhaltig zu regulieren, ist es nötig, neue neuronale Verbindungen zu schaffen. Hierfür braucht es viele Wiederholungen, um dein System neu zu programmieren. Erlebe einst stressauslösende Situationen neu, indem du anders reagierst und somit andere Erfahrungen machen kannst. Probiere es außerdem mit diesen Tools:


  • Visualisierung: Stelle dir vor, wie du auf Situationen, die dich einst auf die Palme brachten und dich stressten nun ruhig und gelassen reagierst. Visualisiere diese Szenarien regelmäßig, um positive Gewohnheiten im Gehirn zu verankern.


  • Achtsamkeitsmeditation: Beginne mit 5 - 10 Minuten pro Tag, in denen du deine Gedanken beobachtest, ohne sie zu bewerten. Deine Gedanken haben eine unglaubliche Kraft, wenn es darum geht, deine Reaktionen auf Stressoren neu zu programmieren, denn Stress ist nicht, er entsteht in uns selbst - das Empfinden von Stress ist sehr individuell. Wir selbst haben in der Hand, wie wir auf Situationen reagieren und ein klarer Geist hilft dabei.


Schritt 6: Ankommen in der Sicherheit

Du kommst an in einem Gefühl, das sich nicht in Worte fassen lässt. Der letzte Schritt besteht darin, dich an dein authentisches Selbst zu erinnern und in der Sicherheit anzukommen. Du fühlst dich sicher in dir und vertraust dir, dass du mit allem umgehen können wirst, was dir begegnen wird. Das bedeutet Frieden: Kein Kampf, kein Erstarren, keine Gefühle von Machtlosigkeit oder Ohnmacht. Hier sind zwei konkrete Tipps zur Umsetzung:


  • Selbstreflexion: Nimm dir Zeit, um über deine Werte und Leidenschaften nachzudenken. Was macht dich wirklich glücklich? Schreibe dies auf und suche dir Möglichkeiten, mehr davon in dein Leben zu integrieren.


  • Inneres Kind: Arbeite daran, die Bedürfnisse deines inneren Kindes zu erkennen. Manchmal vergessen wir, was uns einst Freude bereitete – für das Erste suche nach Aktivitäten, die du als Kind geliebt hast und integriere sie wieder in dein Leben. Für die tiefere Arbeit mit deinem inneren Kind findest du im Internet oder über Empfehlungen auch entsprechende professionelle Begleitung.


Fazit

Die Regulation deines Nervensystems erfordert deinen Willen, deine Zeit und deine Hingabe, aber die Ergebnisse sind es wert. Durch Bewusstsein, Körperverbindung, zwischenmenschliche Beziehungen, organische Regeneration, neue neuronale Verbindungen und die Rückkehr zu dir selbst kannst du einen bedeutenden Wandel erleben. Was dich erwartet, ist ein Gefühl des Friedens in dir selbst und Freiheit. Du reagierst nicht mehr, sondern agierst und bist somit in jedem Moment Gestalter deines eigenen Lebens.

Bleibe neugierig und experimentiere mit den genannten Tipps. Wenn du noch tiefer in das Thema eintauchen möchtest, lade ich dich ein, meine Online Retreats zu erkunden, sie begleiten dich Schritt für Schritt in deinem Tempo zurück zu deinem authentischen Selbst. Der Weg zu innerem Gleichgewicht wird nicht nur dein Leben bereichern, sondern auch das deiner Liebsten.


Nimm die Herausforderung an – deine Reise zur Selbstregulation kann hier und jetzt beginnen!

Ich bin Tina Möller.

Reflexintergrations- & Dipl. Bewegungstrainerin,
Mental- & EMDR-Coach,
Reiki Therapeutin 3. Grad,
Yin Yoga & Kinderyoga Lehrerin

Ich helfe kleinen wie großen Systemen, sich von störenden Faktoren zu befreien um sich frei entfalten zu können. Außerdem unterstützte ich Mütter dabei, sich selbst und ihre Kinder selbstbewusst und resilient durch das Auf und Ab des Familienlebens zu manövrieren.

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